Zukunft des Wasserparadies Hildesheim gesichert

(vom 20.05.2015)

Vorbehaltlich der Zustimmung der politischen Gremien ist die Zukunft des Wasserparadies Hildesheim über das Jahr 2019 hinaus für weitere 20 Jahre gesichert.

v.l.: Dirk Schröder (Stadt Hildesheim, Dezernent für Jugend, Soziales, Schulen, Sport und Kultur), Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer, Michael Bosse-Arbogast (Sprecher des Vorstandes der Stadtwerke Hildesheim), Jürgen Nowak (Stadt Hildesheim, Bereichsleiter Schule und Sport) und Peter Goldammer (Geschäftsführer SWH Verwaltungs- und Betriebs GmbH)

Pressemeldung
Zukunft des Wasserparadies Hildesheim gesichert
20.05.2015

Vorbehaltlich der Zustimmung der politischen Gremien ist die Zukunft des Wasserparadies Hildesheim über das Jahr 2019 hinaus für weitere 20 Jahre gesichert. Darauf haben sich die Stadt Hildesheim und die Stadtwerke Hildesheim (zugleich Eigentümer und Betreiber) verständigt. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Hildesheim hat dem Vorschlag bereits Anfang Mai zugestimmt.

„Das Wasserparadies ist sehr beliebt und wird von den Hildesheimerinnen und Hildesheimern, aber auch von Gästen aus der Region als Freizeitbad hervorragend angenommen. Darüber hinaus ist die Einrichtung für den hiesigen Schul- und Vereinssport unverzichtbar. Daher ist uns als Stadt Hildesheim sehr am Erhalt des Wasserparadies gelegen – dieser wird nun mit dem von der Projektgruppe erarbeiteten Vorschlag in der wirtschaftlich sinnvollsten Variante sichergestellt“, freut sich Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer über das Ergebnis der Beratungen.

Aus Sicht von Michael Bosse-Arbogast, Sprecher des Vorstandes der Stadtwerke Hildesheim, ist der Weiterbetrieb des Wasserparadies Hildesheim die wirtschaftlich und tatsächlich beste Lösung für die Stadt Hildesheim. „In dem besonderen Spannungsfeld der wirtschaftlichen Situation der Stadt und der Stadtwerke bietet das Modell Weiterbetrieb im Vergleich zu den anderen untersuchten Modellen den größten Nutzen für die Bürger der Stadt, unsere Badegäste, den Schul- und Vereinssport und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Sowohl Bosse-Arbogast als auch Dr. Meyer danken dem Projektteam und den Mitgliedern des Lenkungsausschusses für die sehr sachliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit der vergangenen Monate.

Der Weiterbetrieb des Bades in seiner jetzigen Form als Sport- und Freizeitbad ist auch unter Berücksichtigung dessen, dass zukünftig Investitions- und Sanierungsmaßnahmen in Höhe von etwa 7,7 Mio. Euro vorgenommen werden müssen, das wirtschaftlich nachhaltigste Modell und rund 100.000 Euro pro Jahr günstiger als die ebenfalls untersuchte Umnutzung als reines Sport-, Schul- und Vereinsbad. Noch teurer wären die beiden analysierten Neubauvarianten (Sport- und Vereinsbad bzw. Freizeitbad auf der grünen Wiese).

Die wesentlichen Investitions- und Sanierungsmaßnahmen sind: Neuausstattung und Neugestaltung der Umkleideräume, Erneuerung des Fliesenbelages, Sanierung des Daches, Attraktivitätssteigerung der Sauna, Optimierung der Gastronomiestruktur, Neubau einer Rutsche, neues Kursbecken, familiengerechte Umgestaltung des Mutter-Kind-Bereichs und die Renovierung der WC-Anlagen. Der Beginn der Umsetzung ist für die Jahre 2018/19 vorgesehen.

Doch nicht nur die Wirtschaftlichkeit war für den Entscheidungsvorschlag ausschlaggebend, sondern vor allem auch die Tatsache, dass mit dem Weiterbetrieb in seiner bisherigen Form neben den Interessen des Schul- und Vereinssports auch die der bis zu 250.000 Besucherinnen und Besucher jährlich gewahrt werden, die das Wasserparadies als Freizeitbad nutzen.

Die Besucherzahl ist im hart umkämpften Bäder- und Freizeitmarkt sehr beachtlich und für die Stadt aus infrastruktureller Sicht bedeutsam. Freizeitbäder haben eine wesentlich größere Zielgruppe als normale Funktions-Hallenbäder. Damit führen sie Menschen einer gesunden Bewegung zu, die durch konventionelle Hallenbäder nicht zu erreichen sind. Freizeitbäder bringen somit eine andere Angebotsqualität für Wasserfreizeit in die Kommune und haben damit als weicher Standortfaktor durchaus Gewicht. Dies gilt umso mehr, wenn Orte auch eine touristische Infrastruktur bieten möchten. Hier kann ein normales Hallenbad nicht punkten, während ein Freizeitbad in der Lage ist, eine erhebliche Außenwirkung zu erzielen. Dies soll auch weiterhin so bleiben!

Das von der Stadt Hildesheim erbaute Sport- und Freizeitbad wurde 1990 eröffnet und Ende 1994 an die Stadtwerke Hildesheim abgegeben. Zunächst wurde das Bad (ohne Grundstück) mit einem Einbringungsvertrag in die Aktiengesellschaft eingebracht. Anschließend sind das Grundstück und das Gebäude an die Stadtwerke Hildesheim veräußert worden. Vertraglich wurde, beginnend ab dem 1. Januar 1995, eine 25-jährige Mindestbetriebsdauer des Bades vereinbart; diese endet am 31.12.2019.

Parallel zur Abgabe des Bades hat die Stadt Hildesheim mit den Stadtwerken Hildesheim einen Vertrag über die Nutzung des Bades für den Schul- und Vereinssport abgeschlossen. Mit Blick darauf musste zwingend eine Perspektive für die Zukunft über den 31.12.2019 hinaus erarbeitet werden. Zu dem Zweck haben die Stadt Hildesheim und die Stadtwerke Hildesheim im Oktober 2014 ein gemeinsames Projekt zur Zukunft des Wasserparadies Hildesheim initiiert. Dabei wurden in einer Projektgruppe Lösungen erarbeitet, die anschließend der Lenkungsgruppe, bestehend aus den Spitzen von Stadt und Stadtwerken Hildesheim, vorgelegt und weiterentwickelt wurden.