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Verschiebung der Wiedereröffnung des Wasserparadies Hildesheim

(vom 21.08.2020)

Das Wasserparadies Hildesheim wird nicht am 1. September wiedereröffnet. Hintergrund für die Verschiebung ist, dass der Betrieb von Lüftungsanlagen im Umluftbetrieb in Hallenbädern, also auch im Wasserparadies Hildesheim, grundsätzlich eine zusätzliche Infektionsgefahr mit dem Coronavirus darstellen kann.

Zurzeit wird mit den zuständigen Ministerien die Finanzierung und Durchführung von „in situ“ Versuchen, also Versuchen direkt vor Ort in Hallenbädern, zur Erstellung von Gutachten zur Lüftungsproblematik in Schwimmhallen besprochen.

Ein bereits vorliegendes Gutachten vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung belegt, dass bei der Schlachterei Tönnies die Lüftungsanlage im Umluftbetrieb, zu wenig Außenluft und körperlich anstrengende Tätigkeit die Ursachen für den massiven Ausbruch der Infektion waren. Die Gutachterin empfiehlt, der wichtigen Frage nachzugehen, unter welchen Bedingungen Übertragungen der Coronaviren über größere Entfernungen in unterschiedlichen Lebensbereichen möglich sind. Das o.g. Gutachten weist eine Ansteckung mit dem Virus über eine Entfernung von 8m aus.

Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen empfiehlt daher vorerst, also bis die Erkenntnisse aus den entsprechenden Untersuchungen vorliegen, auf den Umluftbetrieb in Bädern zu verzichten und zu 100 % Außenluft zuzuführen. Das Problem dabei ist jedoch, dass bei Außentemperaturen unter 10 °C (und mit diesen ist ab September zu rechnen) die Raumluft nicht mehr ausreichend erwärmt werden kann und die Luft im Bad zu kalt und zu trocken wird, was wiederum mit gesundheitlichen Gefährdungen einhergeht.

Wolfgang Birkenbusch, Geschäftsführer des Wasserparadies Hildesheim: „Auf Grund des oben genannten Sachverhaltes können wir das Wasserparadies am 1. September nicht eröffnen. Wir werden aber prüfen, wie - unter der Voraussetzung, dass der Umluftbetrieb zu keiner zusätzlichen Infektionsgefahr führt - unser Pandemieplan umgesetzt werden kann, um zumindest den Schulsport mit Einschränkungen und Auflagen stattfinden lassen zu können. Vor den Herbstferien ist damit jedoch nicht zu rechnen.“ Birkenbusch ergänzt: „Als Geschäftsführer tragen Peter Goldammer und ich die Verantwortung für die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für die Gesundheit unserer Gäste. Diese Verantwortung nehmen wir sehr ernst und werden deshalb das Wasserparadies zum jetzigen Zeitpunkt nicht öffnen.“

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